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Teil 3
Vom Erbe des Leidens zur zivilen Stärke: Die Notwendigkeit einer strategischen Einheit der Hazara in Deutschland
Teil 3
Die Präsenz der Hazara in Deutschland ist weit mehr als nur eine geografische Veränderung; sie ist die Erzählung eines Übergangs von der Diskriminierung hin zur Freiheit. Während im vergangenen Jahrhundert die Ausgrenzungspolitik in Afghanistan verhinderte, dass Hazara Teil der ersten Studierendengruppen in Deutschland wurden, gehört diese Gemeinschaft heute mit schätzungsweise 150.000 bis 200.000 Menschen (etwa 30 bis 40 % aller in Deutschland lebenden Afghanen) zu den dynamischsten Migrationsgruppen. Ihr Erfolg bei der Integration und ihre
Verbundenheit mit demokratischen Werten haben die Wahrnehmung der Aufnahmegesellschaft positiv verändert und ein enormes Potenzial für politischen und sozialen Einfluss geschaffen.
Mit dem Zusammenbruch der Republik im Jahr 2021 und der Rückkehr der Taliban kam eine neue Welle von hochqualifizierten Hazara nach Deutschland. Diese neue Energie bietet zusammen mit der Erfahrung der früheren Generationen die historische Chance, „fremde Narrative“ zu überwinden. Unsere Geschichte wurde stets von anderen erzählt und unsere Rechte von anderen definiert. Nun ist es an der Zeit, dass wir selbst unsere Identität beschreiben und die Architekten unserer eigenen Zukunft werden.
Die unangenehme Realität ist jedoch, dass unsere Aktivitäten trotz zahlreicher Vereine in verschiedenen Bundesländern bisher zersplittert waren und eine zentrale, starke Anlaufstelle fehlte. In einer Zeit, in der in Afghanistan systematische Versuche zur Unterdrückung unserer Gemeinschaft stattfinden, schadet uns diese Zerstreuung im Exil am meisten.
Was wir heute brauchen, ist eine organisierte Einheit. Die Verbindung zwischen der Erfahrung der älteren Generationen und dem akademischen Wissen der Neuankömmlinge ist der Schlüssel für eine erfolgreiche internationale Advocacy, etwa für die Anerkennung des Genozids an den Hazara. Unsere Einheit in Deutschland ist keine bloße Wahl, sondern eine historische Notwendigkeit für das Überleben und den Übergang vom Status der Opfer hin zur zivilen Mitgestaltung.
Aus diesem Bewusstsein heraus haben sich seit etwa einem Jahr zahlreiche Hazara-Organisationen in Deutschland zusammengeschlossen, um diese Lücke zu schließen. Diese Bemühungen führten zur Gründung der „Dachverband der Hazara-Organisationen in Deutschland“.
Die Gründung dieser Dachverband bedeutet keineswegs Spaltung oder Konfrontation mit anderen ethnischen Gruppen aus Afghanistan. Im Gegenteil; es ist eine verantwortungsbewusste Antwort auf unsere Grundrechte im Rahmen der Gesetze der Bundesrepublik Deutschland. Wir nutzen unser Recht auf Vereins- und Versammlungsfreiheit, um folgende Ziele zu verfolgen:
- ZivilgesellschaftlicheSynergie: Umwandlung individueller Potenziale in eine kollektive Kraft, um die Rechte von Geflüchteten und Bürgern der Hazara-Gemeinschaft effektiver zu schützen.
- Förderung der Integration: Unterstützung beider Generationen bei der aktivenTeilhabe am politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben in Deutschland als verantwortungsbewusste Bürger.
- Authentische Repräsentation: Aufbrechen von Klischees durch eine präziseund wissenschaftlich fundierte Darstellung der Hazara-Identität sowie der komplexen sozialen und politischen Strukturen Afghanistans gegenüber der deutschen Öffentlichkeit und Politik.
- MethodischeAdvocacy: Schaffung einer rechtlichen und diplomatischen Plattform, um das historische und gegenwärtige Leid unseres Volkes sichtbar zu machen und unsere rechtmäßigen Forderungen auf nationaler und internationaler Ebene zu verfolgen.
Diese Föderation versteht sich als Dachverband für alle, die daran glauben, dass zivile Stärke nur durch Organisation und kollektive Intelligenz entsteht. Wir streben danach, von der Peripherie ins Zentrum zu rücken – nicht nur, um unser Schicksal selbst zu bestimmen, sondern um als Teil der deutschen Gesellschaft einen wertvollen Beitrag zu deren kultureller und politischer Vielfalt zu leisten. Dies ist der Beginn eines Weges, auf dem wir nicht mehr „erzählt werden“, sondern mit einer gemeinsamen Stimme unsere eigene Zukunft in Europa gestalten.
Sarah albert
Volunteers
- Phone:+1 (859) 254-6589
- Email:info@example.com
Mike hardson
Volunteers
- Phone:+1 (859) 254-6589
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Aleesha brown
Volunteers
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Contact
- Berlin, Deutschland
- info@hazara-dachberband.de
- contact@hazara-dachberband.de
- +49 176 32837431
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